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Nilpferde müssen auch manchmal pfurzen, nur dass es bei ihnen dabei blubbert.

Tag: bahn

Bahnputsch - Mehdorn, Tiefensee und Steinbrück werden angeklagt

Leider gibt es für diese Meldung bis jetzt nur eine Quelle, die Junge Welt, die schreibt:

Der Bahn-Chef, der Bundesfinanzminister und der Bundesverkehrsminister bilden spätestens seit Ende Oktober 2007 eine konspirative Vereinigung. Deren Ziel: Die Privatisierung der Eisenbahn in Deutschland hinter dem Rücken des Parlaments und zum Schaden des Eigentümers und Souveräns, der Bevölkerung, vertreten durch den Bund. Der Vorgang verdient die Bezeichnung Bahn-Putsch.

Bekannt ist der Plan, die Bahn heimlich via Holding zu privatisieren freilich schon länger, nur die grossen Medien berichten (natürlich) nicht darüber. Übrigens, falls es wen interessiert, warum dem so ist, dem sei dieser Gastbeitrag bei den Nachdenkseiten empfohlen.

Ich finde es ja schon bemerkenswert, dass die Bundesstaatsanwaltschaft überhaupt Anklage erhebt, wesentlich krasser ist aber der Umstand, dass davon, ausser der Jungen Welt, bislang nirgends berichtet wird. Kann man einen Prozess dieser Grössenordnung tatsächlich völlig an der Öffentlichkeit vorbei führen? Ich kann das nicht glauben.

Wenn doch, dann ist allein dieser Umstand der letzte Beweis: wir leben längst in einer Diktatur. Denn nur in einer Diktatur sind solche Zustände denkbar.

[ Geschrieben von pali Thursday, February 21, 2008 ]
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Das korrupte Arschloch

Hier ist es, das korrupte Arschloch:

Nun ist das ja zugegeben eine recht derbe Beschimpfung, die ich mir hier erlaube. Aber ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich das eher noch als zurückhaltend empfinde. Mir würden noch viel schlimmere Beschimpfungen einfallen, aber lassen wir das ...

Also zurück zu diesem stinkenden Bastard. Der Mann ist unser Verkehrsminister. Als solcher hat er unter anderem den Auftrag dafür zu sorgen, dass die Deutschen zuverlässig von A nach B kommen. Zum einen per Strasse und zum anderen per Schiene.

Wo wir beim Thema wären. Die Bahn soll privatisiert werden, das weiss man. Die Gründe dafür kennt niemand. Und die vorgeschobenen Gründe sind alle entweder reine Lügen oder nicht nachvollziehbar.

Es ergibt sich also nur ein Grund: Das Arschloch und seine Unterlinge sind korrupt. Sie bekommen viel Geld entweder von der Bahn direkt oder von den zukünftigen Eigentümern der Bahn. Wenn der Mann nämlich nicht extra dafür bezahlt würde, würde er es sich nie wagen, eine solche kranke Scheisse hier zu erzählen:

Verbesserungs- und Ausbaumaßnahmen für den Schienenpersonennahverkehr, deren Umsetzung volkswirtschaftlich nicht zu vertreten ist, sind zu unterlassen.

Damit ist gemeint, dass Bahnhöfe auf denen pro Tag weniger als 1000 Einstiegen geschlossen werden sollen. Ebenso solche Strecken. Nach Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre müssen dadurch allein in seinem Bundesland 53% der Bahnhöfe geschlossen werden.

Und dieses verlogene, korrupte Arschloch tönt vorher noch gross herum, es werde keine Stillegungen bei der Bahnprivatisierung geben. Klar. Kann ihm ja auch vollkommen gleich sein. Er wird sicher fürstlich dafür bezahlt und Politiker werden in Deutschland typischerweise nicht für ihr Handeln zur Verantwortung gezogen.

Wird echt Zeit, dass jemand diese korrupte Bande von Arschlöchern, Duckmäusern und pathologischen Lügenern aus der Regierung wirft. Es kotzt mich nur noch an. Diese verfluchten Wichser. Arschlöcher. Fuck You!

[ Geschrieben von pali Tuesday, October 9, 2007 ]
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ARD bekennt Farbe [Update]

Seien wir ehrlich: es ist kein Geheimniss, dass die ARD soviel mit unabhängigen Medien zu tun hat, wie Bush mit Che Guevara. Aber heute nun stellt die ARD unter Beweis, dass sie eine eindeutige Position bezieht - nämlich nicht die der unabhängigen Berichterstattung sondern die der Konzerne und des Kapitals.

In einem Kommentar von Frank-Christian Starke vom WDR über den Streik der GDL liest man unter anderem:

.. die demokratische Verfassung unserer Wirtschaftsordnung würde beschädigt.

Wirtschaftsordnung - ein kleiner Patzer in der Wortwahl? Wohl kaum. Hier wird offenbar, wes Kindes die ARD in Wirklichkeit ist. Dass wir in der Schule gelernt haben, dass die Verfassung die Grundlage unserer Gesellschaftsordnung ist, muss der Herr Starke von der ARD wohl vergessen haben. Eventuell wurde er ja auch entsprechend motiviert - wer weiß.

Weiters sondert er folgendes ab:

Denn die GDL hat jedes Maß verloren und führt diesen Arbeitskampf um des Kampfes willen. So sehr jedem Lokomotivführer ein höheres Gehalt zu wünschen ist, so muss die Lohnerhöhung doch in einem vernünftigen Verhältnis zu den Gehaltssteigerungen der anderen Bahn-Beschäftigten stehen.

Was glaubt dieser Mensch eigentlich, wer er ist, dass er sich anmaßt, so über die GDL zu urteilen? Dass ich das als eine bodenlose Frechheit empfinde, ist noch untertrieben.

Fakt ist, dass es zwischen "den anderen Bahnangestellten" und den Lokführern einen kleinen aber eklatanten Unterschied gibt. Während nämlich der Zugbegleiter nur die Verantwortung über die Fahrkarten hat und der Speisewagenmitarbeiter nur über die Getränke wachen muss - hat ein Lokführer die Verantwortung für das Leben der Fahrgäste. Und, das nur nebenbei, die Verantwortung für mehrere Millionen Euro teures Gerät.

Jemanden, der eine solche Verantwortung tragen muss, und der dazu noch familienunfreundlichste Arbeitszeiten erdulden muss, von Überstunden ganz zu schweigen, mit einem Bruttogehalt um die 2.000,- Euro abzuspeisen ist einfach nur als unmenschlich zu bezeichnen.

Wer hier das Maß verloren hat, ist ganz klar die Bahn und die Bundesregierung, die eine solche Ausbeutung überhaupt erst ermöglicht hat.

Aber der werte Herr Stark hält sich im Verlauf seines "Kommentars" keineswegs mit weiteren Sticheleien und Lügen über die GDL zurück - er toppt das ganze noch:

Die GDL will vor allem eines: permanente Sonderrechte

Den Weg zu einer gerechteren Entlohnung, zu attraktiveren Einstiegsgehältern für die Lokführer haben die Vermittler in diesem Tarifstreit längst gewiesen - es geht nur in gemeinsamen Gesprächen mit dem Bahnkonzern und den anderen Bahngewerkschaften. Einem solchen Weg verweigert sich die Lokführergewerkschaft, denn sie will partout eines erreichen: einen eigenen Tarifvertrag nur für Lokführer, permanente Sonderrechte für ihre Klientel.

Mein lieber Herr Gesangsverein, das ist echt harter Tobak. Allein die unerhörte Frechheit, die Lokführer als "Klientel" der GDL zu bezeichnen ist ein Schlag ins Gesicht dieser Menschen. Damit stellt er die Lokführer auf eine Stufe mit Mitgliedern irgendwelcher Untergrundorganisationen. Gut, dass ich seit geraumer Zeit nichts gegessen habe, sonst hätte ich bei der Passage wahrscheinlich volles Rohr auf die Tastatur gekotzt.

Und was meint er mit "permanenten Sonderrechten"? Die GDL ist die rechtmäßige gewerkschaftliche Vertretung der Lokführer dieses Landes und als solche setzt sie sich natürlich nur für die Lokführer ein. Ich kann nicht verstehen, wie Herr Stark auf solchen Schwachsinn kommt. Was für eine Scheisse, Alter!

Ich bin übrigens auch gerade dahinter gekommen, warum die Bahn eigentlich so hart bleibt. Nun soll sie ja demnächst privatisiert werden. Und wie steht ein Übernahmekandidat denn bitte da, wenn er sich beim erstbesten Streik zu 31% Lohnerhöhung hinreissen liesse?! Richtig - er stünde ziemlich bescheiden da. Aber da die Bahn ja ohnehin verschenkt werden soll, sind Sorgen in dieser Richtung vielleicht etwas übertrieben.

Insofern kann ich der Bahn und der Bundesregierung nur eine rosige Zukunft vorhersagen: zuerst werden Strecken stillgelegt, die Preise werden erhöht, die Grundstücke verhökert, der Bahn wird die Pleite drohen, die Bundesregierung muss den nun völlig maroden Laden für sehr viel teuers Geld wieder zurückkaufen, Schulden bezahlen (in welcher Höhe will mich mir lieber nicht ausmalen), die verrotteten Strecken wieder aufbauen und schliesslich versuchen, wieder Angestellte für den Betrieb der Bahn zu finden.

Ein tolles Geschäft, das muss man schon sagen. Auch und vor allem Dank der wertvollen Arbeit solcher sogenannter "Journalisten", wie Herrn Stark, durch den die Bürger entweder belogen werden, nur die Hälfte erfahren oder (dafür gibts Bonuspunkte): gar nichts erfahren.

Und ich muss dringend die GEZ abmelden, ich ertrage diese Wochenschaupropaganda nicht mehr.

[Update]:

Gerade stelle ich fest, dass man der Redaktion per Email einen Kommentar schicken kann. Dies habe ich sogleich in die Tat umgesetzt:

Sehr geehrter Herr Starke,

ich möchte mir erlauben, Ihnen meine Meinung zu ihrem Kommentar auf tagesschau.de (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/kommentar10.html) zu sagen.

Als aller erstes möchte ich Sie korrigieren. Sie schreiben im zweiten Absatz, die Verfassung wäre die Grundlage unserer Wirtschaftsordnung. Dies ist falsch, die Verfassung ist die Grundlage unserer Gesellschaftsordnung. Freilich wird in der Verfassung unter anderem auch die Wirtschaftsordnung festgeschrieben, Priorität liegt aber wohl ganz klar auf den gesellschaftlichen Belangen. Eventuell bestellen Sie sich einfach mal ein Grundgesetz zum Nachlesen.

Zweitens werfen Sie der GDL vor, jedes Maß verloren zu haben und permanente Sonderrechte für sich zu beanspruchen. Ersteres ist Unfug und letzteres ist gelogen. Ich möchte das gerne erläutern, wenn Sie erlauben.

Sie vergleichen die Forderungen der Lokführer mit denen der restlichen Bahnmitarbeiter. Sie stellen zweifellos richtig fest, dass nicht nur die Lokführer hart und gut arbeiten. Aber, im Unterschied zu Zugbegleitern oder Schalterangestellten, die Lokführer tragen eine ungleich höhere Verantwortung, nämlich die über unzählige Menschenleben. Ein Fehler eines Lokführers und hundertfünfzig Menschen sind tot.

Vielleicht machen Sie sich auch einmal die Mühe und erkundigen sich nach den Arbeitszeiten der Lokführer. Diese sind wahrhaft familienunfreundlich. Überstunden sind an der Tagesordnung und abfeiern können sie die auch nicht, weil der Bahn nämlich über tausend Lokführer fehlen.

Und nun überlegen Sie sich, ob ein Bruttolohn von 2.000,- Euro für diesen Job OK ist. Überlegen Sie sich, ob Sie für diesen Lohn diese enorme Verantwortung übernehmen würden? Ich wage das zu bezweifeln.

Um also zurück zu Ihrer Aussage zu kommen, die GDL hätte "jedes Maß" verloren, dann seien Sie bitte daran erinnert, dass wir hier noch nicht in Pakistan leben und dass man hier immer noch ein Mindestmaß an Gerechtigkeit erwarten kann.

Zu guter Letzt darf ich Ihnen versichern, dass ich noch nie zuvor einen derart daneben geratenen, undurchdachten, von Lügen und Halbwahrheiten durchdrungenen und rotzfrechen Kommentar bei den Öffentlich-Rechtlichen gelesen habe. Und für solches Geschwätz muss ich auch noch GEZ bezahlen.

Das ist sehr bitter, schämen sollten Sie sich!

mit freundlichen Grüssen, ein Bürger

PS: lassen Sie sich vom Absendernahmen nicht beirren, dies ist ein Synonym.

Ich erwarte keine Antwort. Sollte doch etwas zurückkommen, werde ich hier berichten.

[ Geschrieben von pali Saturday, October 6, 2007 ]
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