Kategorie: krankewelt
Unterdrückung als Stabilitätsfaktor
Interessantes Interview. Zwar - wie zu erwarten - nichts wirklich neues, aber dieser Teil gibt einem dann doch zu denken:
tageschau.de: Sehen Sie darin eine Absicht der Politik, den Druck auf Arbeitsplatzbesitzer und Kurzzeitarbeitslose zu erhöhen?
Heitmeyer: Das gehört mit in diesen Bereich hinein nach dem Motto: Wir brauchen immer ausgegrenzte Gruppen als Warnsignal für die Mehrheit, um dadurch die Gesellschaft zu stabilisieren und effektiver zu machen. Solche Ausgrenzungen von bestimmten Gruppen führen ja gerade nicht dazu, dass eine Gesellschaft auseinanderfällt, sondern paradoxerweise, dass bestimmte Gruppen oder Kerne zusammengeschweißt werden. Es ist insofern natürlich auch eine besondere Form der Menschenfeindlichkeit.
Ja, die Zustände in Deutschland sind politisch gewollt, pure Absicht. Wes Geistes Kind das ist, kann man übrigens hier nachlesen: Familie Mohn. Ich findes das recht beruhigend, dass die faschistische Agenda auch einen Namen hat.
[Tags: hartziv, arbeitslos, ausgrenzung, unterdrueckung]
"Journalismus" heute
Also heute habe ich einmal die Webseite des Spiegelverlags besucht, Spiegel Online. Und bin dort auf das gestossen, was beispielhaft für die Art "Journalismus" steht, die heutzutage usus ist. Ich hab da mal was vorbereitet:
Ja.
Wohl gemerkt, die beiden Bilder sind vom gleichen Tag, also heute, dem 6.12.2007 anno domini. Ein Tag, nachdem die US Geheimdienste bekanntgegeben haben, dass die Atomwaffenlügen des Grossen Dikators - Chimpy, you know - eben das sind, wonach sie aussahen: Lügen.
Auch Spiegel Online hat über das Dossier berichtet.
Nichts destotrotz schmücken die alle Seiten in denen es irgendwie um den Iran geht mit dem oben abgebildeten Banner:
AHMADINEDSCHAD
DER MANN VOR DEM DIE WELT SICH FÜRCHTET
Damit ist klar, wen der Spiegel mit "DIE WELT" meint, sich selbst nämlich. Ansonsten fürchtet sich rein niemand vor dem Mann. Ich fürchte mich vor Schäuble, vor Bush, vor Merkel oder tasernden Drecksbullen - aber doch nicht vor Ahmadinejad!
Gleichzeitig jedoch versucht man bei Spiegel den Revoluzzer zu mimen, indem man einen Counter für die verbleibende Amtszeit Chimpies abbildet (in Flash tz...). Was soll das werden, meine Herren?!
Halten wir es nochmal fest: der Spiegel ist ein Organ des Politbüros vom Zentralkomitee der Partei ... äh, da bin ich vor lauter Stasischeiss in Deutschland glatt in alte Floskeln verfallen. Na ja, die "werten" Herren beim Spiegel werden schon wissen, was gemeint ist.
Dieses "Blatt" ist ein Teil der Konzernmedien, bar jeder Scham, ohne jeden Anstand, ohne Respekt vor den Menschenrechten, der Menschenwürde und ganz zu schweigen vom mangelnden Wahrheitssinn. Adolf hätte den Spiegel, hätte es ihn zu seinen Zeiten schon gegeben, sicher geliebt. Ein Propagandablatt erster Güte.
Die kommen bei mir inzwischen noch nach der "BILD" Zeitung, die sind ja wenigstens noch so "ehrlich" und bleiben bei der Richtung, die ihre Lügen genommen haben, die sind zumindest konsequent. Spiegel aber versucht sich bei uns anzubiedern.
Brrr, wie widerlich. Solche Schleimer, einfach unerträglich.
Und ausserdem heisst das "Der Mann, vor dem sich die Welt fürchtet". 6, Setzen.
[Tags: propaganda, spiegel, luegen, bush, iran ]
Globalisierungsgegner sind Extremisten
Zum anderen richtet sich die Rede aber zweifellos auch an ein globales Publikum der US- und Globalisierungskritiker. Wie ein islamistischer Che Guevara setzt Bin Laden den politischen Islam als Gegenmodell zu einem alles verschlingenden, unkontrollierbaren und bermächtigen Kapitalismus in Szene. Das ist ein Versuch, Anknüpfungspunkte für zukünftige Allianzen zwischen islamistischen und nicht-muslimischen Extremisten zu schaffen.
(Hervorhebungen von mir)
Dass sich "Osama bin Laden" (ich glaube längst nicht mehr daran, dass es sich hierbei um eine real existierende Person handelt oder je gehandelt hat) mit der weltweit wachsenden Opposition, Globalisierungsgegnern usw. verbünden will, klingt einleuchtend.
Und zwar nämlich dann, wenn man davon ausgeht, dass es sich um eine gestellte Propaganda (made by pentagon, gell) handelt. Man stellt eine Rede von einer als Terroristenchef bekannten Kunstfigur inst Netz, die in grossen Teilen die Texte heutiger Globalisierungsgegner herunterbetet.
Und auf diese Weise gelingt das Kunststück, aus Globalisierungsgegnern "Extremisten" (Spiegel) zu machen. Und bei der nächsten Demo hat man es dann folgerichtig schon mit Terroristen zu tun.
Bravo, liebe Propagandaleute vom Spiegel.
[Tags: propaganda, binladen, luegen, globalisierung ]
Ca. 593.000 Euro pro Monat verdienen unsere Politiker pro Monat nebenbei
Seit heute müssen die Politiker des Deutschen Bundestages ja ihre Einkünfte offenlegen. Ich hab mir mal die Mühe gemacht, die Biographieseite des Bundestages zu verscripten.
Im einzelnen habe ich alle Abgeordnetenseiten mit wget geholt, die Dateinamen mit awk und sed in die wirklichen Politikernamen umgewandelt, anschliessend die Dateien mit einem kleinen Perlscript grob geparsed. Die Beträge, die ich für meine Berechnungen angenommen habe, stammen aus der Auflistung bei Heise, ich hab die Summen der Stufen 1-3 jeweils gerundet. Hier mal kurz, welche Beträge ich also verwendet habe:
- Stufe 1: 2.000,- Euro
- Stufe 2: 5.000,- Euro
- Stufe 3: 8.500,- Euro
Darüber mag man sicher streiten, was solls. Mit irgendwelchen Zahlen muss man ja arbeiten.
Das Ergebnis ist sicher nicht völlig richtig. Bei einigen Politikern, wie zum Beispiel Anette Kramme sind einmalige Nebenjobs aufgelistet. In ihrem Fall waren das 108 Jobs, praktisch pro Monat einer. Diese einmaligen Jobs zählt das Script nicht mit.
Es gibt auch Auflistungen für einen Nebenjob, wo in verschiedenen Jahren verschiedene (oder identische *sic*) Summen dabei sind, wie zum Beispiel die hier:
Mitglied des Beirates und des Aufsichtsrates, 2005, Stufe 3; 2006, Stufe 3; 2007, Stufe 3
In solchen Fällen verwendet das Script die erste auftretende Stufe. Wenn dies dann z.b. Stufe 3 ist, in den anderen Jahren aber niedrigere Stufen drin waren, dann muss ich sagen: da hättet Ihr lieber XML oder CSV Dateien veröffentlicht, dann hätt ich jetzt hier keine Rechenfehler drin. Oder besser: einfach das Excelfile (ist bestimmt ein Excel File) ins Netz stellen.
Aber wie man weiss, haben unsere Politiker ja keine Ahnung von solchen Dingen.
Hier also das Ergebnis: ca 593.000,- Euro investiert die deutsche Wirtschaft jeden Monat in unsere "unbestechlichen" Politiker. Vielleicht auch ein bischen mehr oder weniger, dazu müsste man schon die genauen Zahlen haben.
Hier ist das Perlscript, mit dem ich den Spass veranstaltet habe. Die Shellbefehle zum Fetchen und Umbenennen stehen in den Kommentaren dabei.
Und hier ist die Summendatei, die das Script ausspuckt. Wie gesagt, die Zahlen sind stellenweise mit Vorsicht zu geniessen, es handelt sich im Grunde um eine Schätzung!
[UPDATE 1] Mit der Summe kann man schön rumspielen, da kommen interessante Werte heraus:
Pro Jahr kassieren unsere Politiker nebenbei ca. 7 Millionen Euro. Ohne einmalige Jobs.
Im Durchschnitt kassiert jeder Politiker pro Monat ca 1.000,- Euro pro Monat nebenbei.
Und ganz frech: sagen wir, dass das schon seit 10 Jahren so ist, kommen wir auf die Gesamtsumme von ca. 70 Millionen Euro, die unsere Wirtschaft in dieser Zeit in den Bundestag gepumpt hat.
[Tags: nebeneinkuenfte, millionen, bestechlich, korruption ]
Raus, Raus, Alle raus
Bei den real existerenden Gewerkschaften sieht es auch nicht anders aus. Das höchste Gremium des DGB, der Bundeskongress, tagt alle 4 Jahre (13). Das heisst, erwachsene Gewerkschaftler, die irgendwie in dieses Gremium gewählt worden sind, haben die Chance sich vielleicht zehnmal im Leben zu Gesicht zu bekommen.
Das ist ein Albtraum. Das ist Wahnsinn. Das ist unsere "Demokratie".
So geht´s nicht. Raus, raus, alle raus.
An welche "neue Partei" wird da eigentlich gedacht? "Die Linke" kommt in dem Artikel ja auch recht schlecht weg, recht so, die Piratenpartei vielleicht?
:)
[Tags: raus, sturz, revolution ]






